BAUM e.V. hat einen Vergleich der drei Nachhaltigkeitsmanagement-Instrumente ÖKOPROFIT, EMAS und We Impact veröffentlicht. Anlass genug, die drei Systeme und ihr Zusammenspiel genauer einzuordnen.

Drei Instrumente, unterschiedliche Schwerpunkte

ÖKOPROFIT ist ein seit den 1990er Jahren etabliertes Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und lokaler Wirtschaft. Es richtet sich an Organisationen, die erste Schritte im betrieblichen Umweltschutz gehen wollen, und legt zentrale Bausteine eines Umweltmanagementsystems. 2023 erkannte die Europäische Union ÖKOPROFIT als Teil von EMAS an. Damit deckt ein etabliertes ÖKOPROFIT-Umweltmanagement laut BAUM e.V. rund die Hälfte der EMAS-Anforderungen ab.

EMAS, das europäische Umweltmanagementsystem, geht darüber hinaus. Es deckt alle Anforderungen der Umweltmanagementnorm ISO 14001 ab und legt zusätzlichen Fokus auf Rechtskonformität im Umweltrecht, den Austausch mit interessierten Parteien und die öffentliche Kommunikation der Umweltleistung. Die Validierung erfolgt durch staatlich zugelassene Umweltgutachter:innen.

We Impact basiert auf EMAS und erweitert den Blick: Neben Umweltaspekten (E) werden auch soziale Aspekte (S) und Governance (G) systematisch in ein integriertes Managementsystem überführt. Damit adressiert We Impact alle drei ESG-Dimensionen. We Impact richtet sich an Organisationen aller Größen, Branchen und Rechtsformen.

Verschiedene Wege, ein Ziel

Wie BAUM e.V. herausarbeitet, greifen die drei Systeme eng ineinander. Organisationen können ihr Nachhaltigkeitsmanagement schrittweise von ÖKOPROFIT über EMAS zu We Impact entwickeln. Ebenso ist ein direkter Einstieg möglich, je nach Ausgangslage und Ambition.

We Impact ist zweistufig aufgebaut. Stufe 1 ermöglicht einen kompakten Einstieg ins systematische Nachhaltigkeitsmanagement, auch für Organisationen ohne Vorerfahrung. Sie schafft die Grundlagen für ein belastbares Nachhaltigkeitsmanagement und bereitet auf die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts auf Basis des VSME-Standards vor. Die Prüfung erfolgt durch zugelassene Impact-Auditor:innen. Stufe 2 integriert EMAS vollständig und erweitert es um soziale und Governance-Aspekte. Die Prüfung erfolgt hier durch EMAS-Umweltgutachter:innen mit We Impact Zusatzqualifikation. Organisationen können je nach Ausgangslage mit Stufe 1 oder direkt mit Stufe 2 starten.

Warum das gerade jetzt relevant ist

Mit dem Omnibus-Paket der EU sind seit März 2026 die CSRD-Berichtspflichten auf Organisationen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und 450 Mio. Euro Umsatz beschränkt. Für die große Mehrheit der Organisationen entfällt damit die direkte Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen aus der Wertschöpfungskette bestehen: Geschäftspartner, Banken und Kunden fragen weiterhin nach belastbaren ESG-Daten. Der freiwillige VSME-Standard entwickelt sich dabei zum zentralen Rahmen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung kleinerer Organisationen.

Wer Nachhaltigkeit als Managementaufgabe strukturiert angeht, schafft sich eine solide Grundlage für fundierte Entscheidungen, bessere Steuerung und glaubwürdige Kommunikation nach außen.

Zum vollständigen Vergleich von BAUM e.V.: https://baumev.de/oekoprofit-emas-und-we-impact/

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